
Umweltschutz


Alarm bei den Sechsbeinern
Insektensterben. Zahlreiche Vorstösse im Parlament drehten sich in den letzten Jahren um den dramatischen Schwund der Insekten. Doch geschehen ist bisher praktisch nichts. Zeit, das Thema wieder in Erinnerung zu rufen – mit neuen Fakten.

«Vögel sind unser Frühwarnsystem»
BirdLife International. Martin Harper ist der neue CEO von BirdLife International. Ornis hat ihn gefragt, welches für ihn die Schwerpunkte auf internationaler Ebene sind und wie wir im Naturschutz gemeinsam noch mehr Erfolg haben können.

Mit Innovation zu neuen Flächen
Wiederherstellung von Mooren. Die EU macht vorwärts mit der Wiederherstellung von Ökosystemen, so auch von Mooren aller Art. Das europäische Parlament verabschiedete ein neues Gesetz und es laufen mehrere Projekte über die Ländergrenzen hinweg. Die Schweiz sollte von den Erfahrungen dringend profitieren.

Es ist zu schaffen
Konkrete Lösungen für die Energiewende. Ende Juni hat die Umweltallianz ihr zweites Szenario für die Energiewende präsentiert. Es zeigt konkret, wie die Energiewende biodiversitätsfreundlich zu schaffen ist. Das weitaus grösste Ausbaupotenzial besteht bei der Photovoltaik auf und an Gebäuden und Infrastrukturen. Sehr wichtig sind zudem Suffizienz, Energieeffizienz, saisonale Energiespeicher und eine frühzeitige und detaillierte Berücksichtigung der Biodiversitätswerte in der Planung. Gut gemacht, ist die naturverträgliche Energiewende ein Gewinn, auch für das Klima und die Biodiversität.

Am Stickstoff erstickt
Stickstoff-Emissionen aus der Landwirtschaft. In einem gesunden Mass ist Stickstoff ein zentrales Lebenselixier. Im Übermass hingegen schädigt es die Ökosysteme – Wiesen, Wald, Gewässer – massiv. Inzwischen hat die systematische Überdüngung der Landschaften ähnliche negative Auswirkungen wie der Klimawandel oder die Zerstörung der Lebensräume. Ein neues Gesetz will die Stickstoff-Überschüsse nun verringern. Doch braucht es auch weitere konkrete Massnahmen – und ob die erlassen werden, ist fraglich.

Klima- und Biodiversitätskrise gemeinsam lösen
Biodiversitätsrückgang und Klimawandel umfassend angehen. Die beiden gewaltigen anthropogen verursachten Umweltkrisen gefährden langfristig auch das Überleben der Menschen. Sie beeinflussen sich gegenseitig und sind schlussendlich auf die gleiche Ursache zurückzuführen – unseren nicht nachhaltigen Lebensstil. Umso wichtiger ist es, die beiden Krisen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dies macht ein neues Faktenblatt der Akademien der Wissenschaften Schweiz deutlich.

Naturverträglich reisen
Mit Rücksicht und Verstand unterwegs. Ornis berichtet regelmässig über Reisedestinationen, an denen Naturinteressierte neue Vogelarten kennenlernen und attraktive Landschaften erleben können – hin und wieder auch in Übersee. Doch Reisen bedeutet auch Treibhausgasausstoss, Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung in den Tourismusdestinationen, negative Auswirkungen für die lokale Bevölkerung etc. Damit von Naturreisen auch Menschen vor Ort und die Natur profitieren, ist eine sorgfältige Vorbereitung nötig.

Im Wettstreit mit dem Klima
Vögel und Klimawandel. Der Klimawandel beeinflusst die Natur bereits massiv: Er verändert ganze Lebensräume und Nahrungsnetze wie auch den Terminkalender der meisten Tiere und Pflanzen. Die Vögel passen sich zwar an die Veränderungen an – doch viele Arten sind im Wettkampf mit dem Klima nicht genügend schnell.

Mutig vorwärts!
Agarpolitik 22+. Die aktuelle Agrarpolitik entfaltet für die Ökologie nicht die nötige Wirkung. So wurde bisher kein einziges der Umweltziele Landwirtschaft des Bundes erreicht. BirdLife Schweiz fordert deshalb, dass in der nächsten Agrarpolitik eine deutliche Kurskorrektur stattfindet. Jetzt läuft die Vernehmlassung.

Es grünt so grün
Das Problem mit dem Stickstoff. Sonderbares passiert in unseren Landschaften: Die Bäume wachsen schneller und fallen eher um, in geschützten Mooren und Trockenwiesen verschwinden typische Pflanzen- und Tierarten. Das Unheil kommt über die Luft – in Form von reaktivem Stickstoff, der flächendeckend in die Böden gelangt. Was eigentlich ein Lebenselixier wäre, ist zu einer der grössten Gefahren für die Artenvielfalt geworden.

Im Gegenwind
Problematische Windanlagen. Aktuell stehen in der Schweiz 34 grosse Windenergieanlagen. Viele weitere sind geplant. Doch darf man erneuerbare Energien auf Kosten der Natur und der Biodiversität ausbauen? Der SVS/BirdLife Schweiz meint nein, und setzt sich dafür ein, dass Windanlagen nur an Orten zu stehen kommen, wo sie keine Naturwerte tangieren.
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